Jahnstrasse 33 - 66 773 Schwalbach / Saar - Telefon 0 68 34 - 5 25 91 - info@turnerheim-griesborn.de

Zimmervermietung durch Elisabeth Schmidt -

Telefon 0151 / 190 381 67 email: lis1156@web.de

Unsere Öffnungszeiten
(Küchenzeit jeweils erst ab 18.00 Uhr)

Montag bis Samstag:11.00 bis 14.00 Uhr
und 17.00 bis open end...
Sonntag: 11:00 bis 14.00 Uhr
und 17.00 bis open end...

(Sonntagsmenue nur für Gruppen MIT Vorbestellung)

   
   

 

TV Griesborn im Wandel der Zeit...

(Auszug aus der Publikation des Vereines zum 100jährigen Bestehen im Jahre 2011)

Der Turnverein Griesborn kann im Jahr 2011 auf 100 Jahre zurückblicken.
Das soll zum Anlass genommen werden, einige Daten der Vereinsgeschichte festzuhalten.
Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurden bereits überall Turnvereine gegründet, in denen Turnen und Leibesübungen nach den Ideen des bekannten "Turnvaters Jahn" betrieben wurden.
Im Jahr 1911 beschlossen einige Griesborner Turner, die Mitglieder im Bruderverein Schwalbach waren, in Griesborn einen eigenen Turnverein zu gründen. 27 Personen trafen sich damals im Lokal Baptist Michler in der Hauptstrasse und wählten Matthias Spies zum 1. Vorsitzenden und Johann Laub zum 1. Turnwart des neuen Vereins.
Bereits kurz nach der Vereinsgründung wurden Wettkämpfe mit anderen Vereinen ausgetragen und die Veranstaltungen auf Gau- und Landesebene besucht, die durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges gestoppt wurden.


 

Deckblatt100Jahre
Die Aufnahme aus den 20-er Jahren zeigt Vereinsmitglieder, Turner und Spielleute vor dem ehemaligen Vereinslokal Zapp in der Griesborner Hauptstrasse

Aus dem 1. Weltkrieg kamen 21 Mitglieder des jungen Vereins nicht mehr in die Heimat zurück. Zu ihrem Andenken schuf Nikolaus Amann die Gedenktafel, die heute ihren Platz im Vorraum der Kirchberg-Schultumhalle gefundenhat.
Im Jahr 1926 konnte der Tumverein Griesbom seine Vereinsfahne feierlich weihen. Diese Fahne begleitet den Verein noch heute bei allen größeren Veranstaltungen genauso, wie sie die Mitglieder auf ihrem Weg zur letzten
Ruhe begleitet.
Seit Mitte der 20er Jahre gehörte stets auch ein Spielmannszug zu den Prunkstücken des Vereins. Über viele Jahre hat er bei allen Gelegenheiten die Vereins- und Ortsveranstaltungen mit gekonntem Spiel verschönert.
Der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit war das Geräteturnen sowie die gleichzeitig betriebene Leichtathletikund die Gymnastik.
Durch die politische Entwicklung und die Wirren des 2. Weltkrieges kam dann die Vereinsarbeit fast völlig zum Stillstand.
Nach Ende des schrecklichen Krieges, der wiederum viele Opfer unter den Mitgliedern des Vereins forderte, scharten sich dann aber sofort wieder die alten Turner um ihre Vereinsfahne, die der damalige 1. Vorsitzende Josef Leistenschneider mitnahm und gerettet hat.
Da wegen der Vorschriften der Besatzungsbehörden eine Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit in der früheren Form verboten war, entstand zunächst der "Sport- und Kulturverein Griesborn", der die Sparten Turnen, Fußball, Handball, Theater und Gesang umfasste. Erst nachdem die Sparten Fußball, Theater und Gesang wieder ihre eigenen Vereine gründen konnten schälte sich der frühere Turnverein wieder aus dem "Omni Sportverein" heraus und Josef Leistenschneider übernahm wieder die Vereinsführung.
Während die Handballer in dieser Zeit ihre großen Erfolge hatten, mußten die Übungswarte unter primitiven Verhältnissen wieder mit der Turnarbeit beginnen. Sie konnten jedoch das Interesse am Geräteturnen wieder soweit
wecken, dass ab Mitte der 50er Jahre stets wieder Griesborner Geräteturner an allen Veranstaltungen mitgewirkt haben und immer in den Siegerlisten zu finden waren.
1956 übernahm Josef Amann den Vereinsvorsitz und Albert Rupp jun. wurde Vereinsturnwart, wobei er gleichzeitig als Übungsleiter und aktiver Turner tätig war. Etwa seit dieser Zeit wurde im Turnverein Griesborn wieder ein Schwerpunkt der Vereinstätigkeit auf das Kunstturnen gelegt, was sich in den folgenden Jahren in den erreichten Ergebnissen der Griesborner Turner niederschlug.


Gauturnfeste 1966 und 1969 in Griesborn
Im Jahr 1959 übernahm Rektor Alois Wolf die Vereinsführung. Zu dieser Zeit wurde der Turnbetrieb sehr stark erweitert, da insbesondere viele Schüler und
Schülerinnen neu in den Verein eintraten. Da zu der gleichen Zeit der Verein die neue Schulturnhalle der Kirchbergschule für den Übungsbetrieb mit benutzen konnte, waren die räumlichen Voraussetzungen für die weitere Steigerung der Vereinstätigkeit gegeben. In dieser Zeit wurde die Hausfrauenabteilung gegründet, in der seither jede Woche regelmäßig eine Übungs- und Gymnastikstunde durchgeftihrt wird. Besonders zu erwähnen ist, dass die Mitglieder dieser Abteilung bei allen Veranstaltungen des Vereins tatkräftig mithelfen, um die Durchführung zu gewährleisten.
Etwa zur gleichen Zeit erkannte man im Tumverein Griesbom auch den sich abzeichnenden Trend, sich in gemeinsamer Runde sportlich zu betätigen, ohne dass dies mit großen Anstrengungen verbunden sein sollte. Viele Wanderfreunde trafen sich, um an Wanderungen und Volksmärschen teilzunehmen.
Hieraus entwickelte sich im Laufe der Jahre ein komplettes Wanderprogramm, das im Rahmen der IVV-Wanderungen jedes Wochenende Gelegenheit bietet, unsere Heimat zu durchwandem. In jedem Jahr ist der Tumverein Griesbom Ausrichter der IVV Fastnachtswanderung sowie einer Mittwochswanderung im Sommer, bei denen jeweils hunderte Teilnehmer aufdenWegen in und um Griesbom mitwandem.
Seit dem Jahr 1974 wird im TV Griesbom wieder regelmäßig Faustball gespielt. Diese Sportart wurde seit jeher im Verein betrieben, teilweise aber nur als Ausgleichssport für die Aktiven aus anderen Abteilungen.
Die Skiabteilung des Vereins organisierte seit 1969 jedes Jahr Ski- und Erholungsreisen in alpine Skigebiete sowie in die Hütte des STB im Schwarzwald. Die letzte große Fahrt der Skiabteilung war 1997 nach Pettneu in Österreich.
Um einen Ausgleich für die tumerische Betätigung zu haben, wurde der Leichtathletik innerhalb des Vereins schon sehr früh große Bedeutung zugemessen.
Man beschränkte sich zunächst aufdie großen Disziplinen Lauf, Sprung und Wurf, dem sogenannten Volkstumen. Im Laufe der Zeit wurden jedoch bei den durchgeftührten Wettkämpfen schöne Erfolge erzielt und insbesondere in den 60er Jahren wurde beim TV Griesbom intensiv und erfolgreich Leichtathletik betrieben.
Da auch das Schwimmen zum Sportangebot eines Tumvereins gehört, wurde nach dem Bau des Hallenbades in Schwalbach auch in unserem Verein eine Schwimmabteilung gegründet, die anfangs auch an Wettkämpfen teilgenommen hat. Heute wird noch jede Woche eine Vereinsschwimmstunde im Hallenbad durchgeftihrt, an der sich alle Mitglieder beteiligen können.
Neue Abteilungen wie Basketball, Boule, Völkerball und Gesundheitssport wurden gegründet. Während in den Übungsstunden der Basketballer Jungen und Mädchen ihren Sport betreiben, findet man auf dem Bouleplatz des
Vereins sowohl jüngere als auch ältere Mitglieder, um diesen schönen Freizeitsport auszuüben. Die Sparte Völkerball bietet vor allem Schülem und Jugendlichen ein aktives Betätigungsfeld.
Viel Freude und Begeisterung findet bei den Schülem und Jugendlichen aller
Abteilungen unser traditionelles Zeltlager in den Sommerferien. Mit dieser Veranstaltung hat der TV Griesbom bereits vor vielen Jahren als erster einen Weg aufgezeigt, für die Kinder und Jugendlichen einen preisgünstigen und erholsamenAufenthalt in einem gemeinsamen Lager zu verbringen.
Wie aus den Ausführungen zu ersehen ist, hat sich das Geschehen innerhalb des Vereins in den 100 Jahren des Bestehens sehr positiv verändert. Ein großes Verdienst hat daran der ehemalige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Albert Rupp jun., der den Verein 1962 übemahm und ihm bis zum Jahre 1983 vorstand. Neben dem Anstieg der Mitgliederzahl, dem Ausbau des sportlichen Angebots und den vielen Erfolgen der Aktiven, ist
insbesondere die Schaffung unseres Tumerheimes sowie die Errichtung der daran anschließenden vereinseigenen Plätzen mit sein Verdienst. Wenn wir heute ein eigenes Tumerheim besitzen, um das wir von vielen beneidet werden, und wenn wir auf einem Rasenplatz, einem Bouleplatz und einer Beach-Volleyballanlage unseren Sport betreiben können, so ist dies neben der tatkräftigen Mithilfe vieler Mitglieder, seiner Initiative und seinem Durchsetzungsvermögen zu verdanken.
Dass wir auf 100 Jahre erfolgreiches Vereinsgeschehen zurückblicken können, ist vielen Personen zu verdanken, die sich im Interesse der Sache bereit erklärt hatten, dem Verein als Vorstandsmitglied, als Trainer und Übungsleiter oder als
Helfer bei den verschiedensten Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen. Hoffen wir alle, dass von diesen Leuten auch in Zukunft immer genügend bereitstehen werden, dann muss uns vor der weiteren Zukunft des Tumvereins Griesbom nicht Bange sein